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Conficker macht keine Aprilscherze      
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, 29. März 2009 um 11:06 Uhr

 


Der Computervirus Conficker, der sich weiter rasch ausbreitet und sich bislang schon auf mindestens drei Millionen Computern eingenistet hat, ändert am 1. April seine Taktik.

Ab dem nächsten Monat werden viele der Conficker-infizierten Rechner aggressiver als bisher versuchen, mit den Urhebern Kontakt aufzunehmen. Diese können dann über das Programm Spam verschickten oder auch Netzwerke und Websites angreifen und lahmlegen.

Theoretisch könnte ein solch riesiges Netzwerk ferngesteuerter Computer schwere Schäden im Internet anrichten. Experten vermuten aber, das vorläufig so gut wie gar nichts passiert. Die Programmänderungen an dem Computervirus seien wohl eher symbolischer Natur - eine Art Aprilscherz der Programmierer von Conficker. «Ich glaube nicht, dass es eine katastrophalen Netzwerkzusammenbruch geben wird», sagt Richard Wang von der IT-Sicherheitsfirma Sophos. «Es ergibt für die Leute hinter Conficker keinen Sinn, Netzwerkprobleme zu verursachen, denn dann können sie kein Geld mehr verdienen.»

Intensive Suche nach Conficker-Urheber

Das von Conficker aufgebaute Netz infizierter Maschinen ist vielleicht eines der grössten, das jemals von Cyberkriminellen aufgebaut wurde. In gewisser Hinsicht ist Conficker aber auch schon ein Opfer seines Erfolgs geworden. Denn das riesige Netz hat Sicherheitsexperten auf der ganzen Welt alarmiert, nach den Urhebern des Wurms wird intensiv gesucht. Bislang aber ohne Ergebnis.

«Wir erwarten, dass irgendetwas passiert, aber wir wissen noch nicht was», sagt Jose Nazario von der Sicherheitsfirma Arbor Networks. «Mit jedem Schritt, den sie (die Urheber) machen, gibt es die Möglichkeit, herauszufinden, wer sie sind, wo sie sind und was wir gegen sie unternehmen können.»